Willkommen in Mainz- Kostheim, dem ehemaligen Vorort von Mainz ( Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ) und jetzigem Vorort der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.
Sie sind verwirrt ??? – Wir manchmal auch !!!
zur Erklärung:
Mainz-Kostheim ist der südlichste Stadtteil der
Landeshauptstadt Wiesbaden und liegt unmittelbar an der Mündung des
Mains in den
Rhein. Dieser Stadtteil gehört zu den so genannten
AKK-Stadtteilen (Amöneburg, Kastel, Kostheim), welche bis zum Jahre 1945 zur Stadt
Mainz gehörten . Nach dem zweiten Weltkrieg verlief die Grenze zwischen der französischen und amerikanischen Besatzungszone mitten durch das Mainzer Stadtgebiet: während das linksrheinische Stadtgebiet einschließlich der Innenstadt in der französischen Zone lag und deshalb vom Land Hessen abgetrennt und dem neuen Land Rheinland-Pfalz zugeordnet wurde, blieben die rechtsrheinischen Mainzer Stadtteile hessisch. Kostheim, gemeinsam mit Kastel und Amöneburg, gehört seither zur Stadt Wiesbaden, was aber noch immer nicht unumstritten ist. Kostheim hat 13.941(Stand: 31.12.2009) Einwohner.
Das Wappen zeigt die 'Kostheimer Zange'.
Geschichte
Dort, wo der Main in den Rhein mündet, wächst an den Hängen der zweitältesten Weinbaugemeinde im Rheingau nicht nur ein hervorragender Wein, auch die Menschen lieben diesen Ort mit seiner Lebensart und -freude.
Mehr als 50 Vereine und Organisationen bieten für alle ein ansprechendes Angebot: Ob in der fünften Jahreszeit (Fastnacht), am Weinprobierstand in Kostheims schönster Ecke, den AKK- Kulturtagen, dem Weinfest, den Hoffesten der Winzer oder im breiten Vereinsleben - Möglichkeiten sich zu Treffen, zu plaudern und zu feiern gibt es hier zur Genüge.
Ob Sport in Vereinen oder Erholung pur, Möglichkeiten zur Betätigung sind ausreichend vorhanden. Das Landschaftsschutzgebiet Maaraue mit seinem großflächigen Freibad bietet im Sommer nicht nur einen herrlichen Blick über den Rhein nach Mainz, die naturbelassene Insel lädt auch zu jeder Jahreszeit zu erholsamen Spaziergängen ein.
Die besondere Lage an der Mainmündung bestimmte maßgeblich und nicht immer zum Vorteil die Geschichte dieses Ortes. Die ältesten Siedlungsspuren aus den hier gefundenen Hügelgräbern weisen bis in die Bronzezeit zurück. Die römische Zeit hinterließ unter anderem Fundament- und Zivilisationsreste, vor allem aber Pfeilerreste einer Brücke über den Main. Eng verbunden mit der zweitausendjährigen Geschichte von Mainz musste Kostheim - früher Copsistaino, dann auch Cufstain und seit 1217 C(h)ostheim genannt - den Durchzug vieler fremder Heere und Horden mit Plünderungen und Verwüstungen über sich ergehen lassen. Ebenso oft wechselte auch der Besitzer aus der Gesellschaft der Grafen, Fürsten, Äbte und Erzbischöfe der damaligen Zeit. Die Besonderheit der Lage, vielleicht aber auch das fruchtbare Hinterland mit seinen das Landschaftsbild beherrschenden Weinbergen weckten immer wieder das Interesse von Fürsten und Militär.
Die älteste Beurkundung Kostheims stammt von Karl dem Großen. Am 31. August 790 unterzeichnete er eine Urkunde "zu Copsistaino". Besonders herausragend war im Jahre 1184 das letzte prunkvolle Reichsfest, das sogenannte Pfingstfest Kaiser Barbarossas auf der Maaraue wo die Gäste zur Schwertleite seiner Söhne in einem großen Feldlager untergebracht waren.
Auch der Schwedenkönig Gustav Adolf besuchte Kostheim und ließ auf der damals noch Kostheimer Gemarkung die "Feste Gustavsburg" bauen.
Doch Kostheim erholte sich immer wieder - dies auch von den Zerstörungen der Jahre 1793 bis 1796 - wenn auch mit großen Verlusten an historischer Substanz. Während und nach der Belagerung von Mainz durch die Preußen und Österreicher in den Koalitionskriegen, wurden Keller und Häuser geplündert und abgebrannt, Felder und Bäume verwüstet. So hält sich bis heute der Spruch „Häusche abgebrannt, Kühche fortgerannt – arm Kind von Kostheim“. Und der Ausdruck „Kostheimer Nickellos“ bedeutet, dass die armen Kostheimer weder Taler noch Nickel besaßen.
Kostheim war eines der Hauptetappenziele für die Flößerei auf dem Main. Viele wirtschaftliche Impulse gingen hiervon aus, auch besonders gefördert durch die Gründung einer Cellulosefabrik im Jahre 1885.
Im Jahre 1913 erfolgte die Eingemeindung nach Mainz und mit ihr die weitere Entwicklung zu einem Industrievorort, und mit Ende des zweiten Weltkriegs begann auch in Kostheim eine neue Etappe seiner Geschichte und seiner Entwicklung.